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Belastung

 

 

Rückblick Sommer 2009

Der Sommer 2009 war gekennzeichnet durch häufige Frontdurchgänge und Gewitter, sodass sich keine langenhaltenden stabilen Hochdrucklagen aufbauen konnten. Entsprechend war die Ozonbelastung tiefer als in den früheren Jahren.

Wie in den Vorjahren wurde der Immissionsgrenzwert von 120 Mikrogramm pro Kubikmeter (μg/m3, 1h-Mittelwert) an allen Stationen des Nationalen Beobachtungsnetzes für Luftfremdstoffe (NABEL) überschritten.

Die häufigsten Grenzwertüberschreitungen (428 - 647 Stunden) wurden im Tessin und in den mittleren Höhenlagen der Alpennordseite (um 1000 m über Meer) gemessen. Diese Stunden verteilten sich auf 56 -106 Tage. In den übrigen Gebieten der Alpennordseite wurden an 3 bis 54 Tagen während 11 - 353 Stunden zu hohe Ozonwerte gemessen.

Die Spitzenwerte des Jahres 2009 lagen auf der Alpennordseite deutlich unter denen der Vorjahre. Die Ozonbelastung des Jahres 2003 mit seinem heissen Sommer war deutlich höher.

Die Informationsschwelle der EU-Richtlinie (2008/50/EG) (180 µg/m³ als Stun­denmittel, d.h. anderthalbfacher Grenzwert der LRV) wurde in 2009 an zwei ländlichen Stationen in der Nordschweiz an einem Tag und and den NABEL Stationen in der Südschweiz in Lugano an 18 Tagen und in Magadino an 5 Tagen überschritten.

Der Alarmschwelle (240 µg/m³ während dreier aufeinander folgender Stunden und Prognose für weiterhin hohe Werte an den Folgetagen) der europäischen Richtlinie wurde im Jahr 2009 in der Schweiz nicht überschritten.

Auf der Alpensüdseite werden höhere Ozonspitzen erreicht als auf der Alpennordseite. In den Tälern der Alpensüdseite wird die Ozonbildung begünstigt durch die Dauer der Sonneneinstrahlung und die Nähe zur Grossagglomeration Mailand (starker Verkehr mit hohem Dieselanteil, viele Industriezentren), deren Abgasfahnen insbesondere das südliche Tessin beeinträchtigen kann.