Was tun unsere Nachbarländer? Welche Massnahmen sind geplant?
Auch die Nachbarländer der Schweiz engagieren sich im Kampf gegen erhöhte Ozonkonzentrationen und wollen deshalb die Emissionen der Vorläufersubstanzen um rund
50 % verringern (für weitere Details siehe Tabelle unten). Konkretisiert wurde dieses Engagement mit dem Protokoll zur Bekämpfung der Versauerung, der Eutrophierung und des bodennahen Ozons, das 1999 in Göteborg im Rahmen der UN/ECE-Konvention über weiträumige grenzüberschreitende Luftverunreinigung unterzeichnet wurde, sowie mit der europäischen Richtlinie über die nationalen Emissionsgrenzwerte. Die darin eingegangenen Verpflichtungen sind sich sehr ähnlich und legen Emissionsgrenzen fest, die bis 2010 erreicht werden sollen, um übermässige Konzentrationen zu vermeiden. Um jedoch diese Grenzwerte einzuhalten und Schädigungen für die menschliche Gesundheit und die Vegetation zu verhindern, sind zu-sätzliche Anstrengungen erforderlich.
Da die Belastung und die Dichte der Emissionen von Land zu Land variieren, wurden die Reduktionsziele unterschiedlich beziffert.
Bis 2010 zu erzielende Reduktion der Emissionen von Vorläufersubstanzen gegenüber 1990 gemäss Protokoll von Göteborg aus dem Jahr 1999 (am 17. Mai 2005 in Kraft gesetzt)
| Land | Stickoxide (NOx) | Flüchtige organische Verbindungen (VOC) |
|---|---|---|
| Schweiz | 52% | 51% |
| Österreich | 45% | 55% |
| Deutschland | 60% | 69% |
| Italien | 48% | 48% |
| Frankreich | 54% | 63% |
| EU15 im Durchschnitt | 49% | 57% |

